Bedarfsklärung

Mit dem Fragebogen zur individuellen Lebensführung FIL wird der differenzierte Betreuungsbedarf auf Grund des beobachtbaren Erscheinungsbildes (Verhalten, Fähigkeiten etc.) erhoben.
Die Erhebung der individuellen Fragebögen erleichtern den Vergleich zwischen den Bereichen Wohnen, Beschäftigung und Werkstatt.
Jeder Leistungsbereich umfasst 5 Intensitätsstufen, welche das Erscheinungsbild von der Stufe "vollständige Abhängigkeit" bis zur Stufe "Selbstständigkeit" beschreiben und gleichzeitig die betreuerische Leistung von der Stufe "stellvertretende Ausführung" bis zur Stufe "Begleitung und Beratung" global formulieren. Jeder Intensitätsstufe kann ein Zeitwert zugeordnet werden.

Betreuungsplanung SOLL

Anhand der Ergebnisse des FIL wird für jede Bewohnerin/jeden Bewohner eine qualitative und quantitative Betreuungsplanung erarbeitet. Sie umschreibt für die relevanten Lebensbereiche die Hilfeformen, die Intensitätsstufe, die Förderziele und die konkreten betreuerischen Massnahmen.

Betreuungskalender (Ressourcenklärung) IST

Der Betreuungskalender erfasst den Zeitaufwand für die effektiven, indirekten und direkten Betreuungsleistungen der Mitarbeitenden. Die direkte Betreuung umfasst die eigentlichen betreuenden, pädagogischen und therapeutischen Leistungen, die indirekte Betreuung alle übrigen Leistungen, die einen mittelbaren Bezug zur Betreuungsarbeit haben wie Hauswirtschaft, Verwaltung und Organisation der Gruppe, Wege, Absprachen im Team und zwischen Mitarbeitenden.

Vergleich von IST und SOLL

Idealerweise decken sich Bedarf und Leistung. Ist dies nicht der Fall, verlangt das System einen Entscheid auf der Stufe Gruppen oder/und auf der Stufe Institution: Soll der bisherige Standard beibehalten und zum „verantworteten Standard“ erklärt werden oder soll ein neuer verantworteter Standard festgelegt werden? Falls ja, welche Massnahmen sollen zum Erreichen des neuen Standards ergriffen werden?

Auswertungen

Das GBM liefert umfangreiches Datenmaterial und erlaubt zahlreiche Auswertungen. Diese Führungsinformationen unterstützen die Leitung der Institution in der Steuerung (Controlling) und in der Planung. Hierzu gehören

  • Betreutendaten und individuelle Bedarfsprofile
  • Gruppendaten (namentlich Ist-Werte, errechnete Ist-Werte, Vergleich der beiden Grössen,
    Prioritäten der pädagogischen Arbeit, Stellenpläne, Besetzungspläne, Infrastrukturen)
  • Gruppenvergleiche insbesondere auf der Leistungsseite und in Bezug auf den Ressourceneinsatz
  • Einrichtungsdaten / Einrichtungsvergleiche